Ausflug der Klasse 4b nach Schwaz

von Astrid Lintner-Leutgeb
03. Oktober 2025

Unsere Reise in die Schwazer Stadtgeschichte

Pünktlich wartete der Busfahrer auf uns. Wir, die Klasse 4b der Volksschule Fügen, machten uns mit unserer Lehrerin Astrid Lintner-Leutgeb freudig aufgeregt auf den Weg.

In den Sachunterrichtsstunden zuvor hatten wir schon einiges über die Geschichte der Stadt Schwaz gehört und gesehen. Wir lernten über die Entdeckung des Silbervorkommens, den damit verbundenen Reichtum und über das karge Leben der Bergknappen. Damals war Schwaz die zweitgrößte Stadt Österreichs nach Wien. Nun wollten wir uns die historisch eindrucksvollen Bauwerke in echt ansehen.

Als wir in Schwaz ankamen, empfing uns bereits unser Stadtführer, Herr Josef Lintner - der Papa unserer Lehrerin und ehemaliger Volksschuldirektor. Er ist in Schwaz aufgewachsen und konnte uns deshalb irrsinnig viel Spannendes zu jedem einzelnen Bauwerk erzählen. Manchmal setzte er uns sogar als "Stadtdetektive" ein und ließ uns Jahreszahlen und Symbole finden oder erklärte uns, was lateinische Sprüche übersetzt bedeuten. Das war lustig und aufregend! 

Wir begannen unsere Reise im Rathaus, wo wir uns die farbenfrohen Wappen berühmter Familien an der Decke ansehen und sie fotografieren durften. Sogar in den Trausaal und den Sitzungssaal durften wir hineingehen. Wir setzten unsere Reise fort und gingen durch die Fuggergasse hinauf zum Franziskanerkloster und dann zum Fuggerhaus. Von dort konnten wir bereits den Kirchturm der Pfarrkirche Maria Himmelfahrt sehen. Auf unserem Weg zur Kirche kamen wir am Bezirksgericht vorbei und gelangten schließlich in den Stadtpark mit seinen Arkadengängen. Dort jausneten wir in der Sonne und konnten auch von unserem Rastplatz aus die Lichtsäule im Park sehen. Anschließend kamen wir in die Franz-Josef-Straße. Dort bestaunten wir das Palais Enzenberg mit seinem privaten Übergang in die Pfarrkirche. Wir wanderten vorbei an der Bezirkshauptmannschaft Schwaz, machten vor den Gemeindewappen auf dem Maximilianplatz ein Klassenfoto und kamen schließlich bei den Stadtgalerien an, an deren Stelle sich früher einmal eine Tabakfabrik befunden hat. Wir bestaunten und bekletterten am Platz mit dem roten Brunnen die zeitgenössische Kunst in Form der Riesenhände und wurden mit Süßigkeiten belohnt, weil wir so brav aufgepasst hatten. 

Schon war es Zeit, die Heimreise ins Zillertal anzutreten. Es war ein gelungener Ausflug in frühere Zeiten!

Vielen Dank unserem lieben Stadtführer!